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Review zur “Hobbit”-Trilogie: Filme, die die Welt (und Mittelerde) nicht braucht

Vor Kurzem lief der dritte Teil der “Hobbit”-Trilogie in den deutschen Kinos an. Wenn man alle drei Filme zusammen betrachtet, waren sie eine schwache Literaturumsetzung im Vergleich zu den “Herr der Ringe”-Filmen.

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Der Höhepunkt der “Hobbit”-Trilogie hat mit “Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere” (“The Hobbit: The Battle of the Five Armies”) im Dezember Premiere gefeiert. Wir ziehen ein ernüchterndes Fazit aus der Literaturverfilmung zu J.R.R. Tolkiens Meisterwerk. Während die “Herr der Ringe”-Bücher aus drei Teilen bestehen, ergab es Sinn, auch eine Filmtrilogie aus der Buchvorlage zu schaffen. Für den “Hobbit” war es sicher nicht sinnvoll, das nur ca. 390-Seiten umfassende Buch auf drei Filme fast schon künstlich auszudehnen. Aber erst einmal zurück zum Anfang.

Der erste Teil, “Der Hobbit: Eine unerwartete Reise” (“The Hobbit: An Unexpected Journey”) war wie auch der erste Teil der “Herr der Ringe”-Filme vom Erzählkino geprägt, ohne viel Action aufzuweisen. Jedoch wurde beim Hobbit keine gute Steigerung des Handlungsverlaufs zu Stande gebracht. Der erste Teil der Trilogie zeigt bis auf die ersten 20 Minuten, in denen die Charaktere vorgestellt werden, keine nützlichen Informationen für den Rest der Handlung. Die Story beschränkt sich lediglich auf den Wald, in dem die Figuren um Bilbo Baggins ihre Reise zur Heimat der Zwerge aufnehmen, um diese von dem Drachen Smaug zu befreien.

Beim zweiten Teil, “Der Hobbit: Smaugs Einöde” (“The Hobbit: The Desolation of Smaug”), ging es etwas Berg auf (wörtlich). Als die Zwerge mit Bilbo Baggins und Gandalf ihre Reise fortsetzen, um den Berg Erebor zu erreichen, werden die einzelnen Figuren tiefer behandelt, wie man an Bilbos Besessenheit mit dem Ring oder an der Vorstellung der Elben sehen kann. Auch die Story nimmt Fahrt auf, was die Erwartungen wieder höher angesetzt hat. Doch im dritten Teil werden diese dann wieder enttäuscht.

Laufen, Kämpfen, Laufen, Kämpfen – ausgedehnter Dialog – Laufen, Kämpfen, Laufen, Kämpfen. So lässt sich der letzte Teil, “Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere” (“The Hobbit: The Battle of the Five Armies”), am besten beschreiben. Zwar ist man als Zuschauer froh, dass endlich mal etwas passiert, aber zu viel Action macht auch noch kein großes Kino. Der Drache Smaug wird am Anfang des Films schnell getötet (äh, Spoiler!) und danach kämpfen alle Parteien bis zum Schluss des Films um das Gold der Zwerge. Nur ein kurzer Auftritt Saurons mit der Stimme von Benedict Cumberbatch macht den Film noch ein bisschen interessant. Ansonsten: Verschwendete Zeit. Nicht zu vergleichen mit der “Herr der Ringe”-Trilogie, die einen von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt hat und etwas Episches hatte.

Die Macher um Peter Jackson hätten zu ihren Wurzeln zurückkehren, sich auf eine interessante Story konzentrieren und das Buch ganz einfach in nur einem Film verfilmen sollen. Kurz und knapp ist manchmal besser, so wie dieser Artikel.

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